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Marktüberblick 10-04

Marktüberblick 10-04

Forex und Devisen Nachrichten

EZB: Zinswende nicht in Sicht

Von: Tagesschau.de

Die EZB denkt darüber nach, die Strafzinsen für Europas Banken zu lockern, aber nicht abzuschaffen. Gleichzeitig sagt sie die Zinswende ab. Eine Normalisierung der Geldpolitik lässt weiter auf sich warten.

Notenbank-Latein ist schwierig zu entschlüsseln. Gerne sprechen die Währungshüter in Phrasen und Klauseln, die für den Normalverbraucher nicht immer auf Anhieb verständlich sind. Auch die Europäische Zentralbank macht da keine Ausnahme, wenngleich gerade sie sich Transparenz immer besonders groß auf die Fahnen schreibt.

Um sich ein besseres Bild über die Diskussionen im EZB-Rat zu machen, sind deshalb die Protokolle der Sitzungen häufig hilfreich. Seit 2015 veröffentlicht die EZB diese Zusammenfassungen jeweils vier Wochen nach dem Treffen. In anonymisierter Form zeichnen sie den Gesprächsverlauf nach und geben damit zusätzlich zu der unmittelbar nach der Sitzung stattfindenden Pressekonferenz einen Überblick über die behandelten Themen.

Gefährden Strafzinsen die gesamte Bankenbranche?

Dieses Mal wirft das Protokoll ein Schlaglicht auf das, was europäischen Banken schon seit längerem ein Dorn im Auge ist: die Strafzinsen für bei der Notenbank geparktes Kapital. Denn in der März-Sitzung des EZB-Rates zeigten sich einige Ratsmitglieder besorgt, die Negativzinsen könnten die Gewinne der Banken so stark schmälern, dass langfristig auch Auswirkungen auf die Stabilität der Branche nicht auszuschließen seien.

Rund 7,5 Milliarden Euro zahlen europäische Banken jedes Jahr an die EZB, weil sie dort zeitweise ihr Geld parken. Dieser Strafzins wurde 2014 eingeführt. Für jeden Euro bei der Notenbank werden derzeit 0,4 Prozent Zinsen fällig. Die Währungshüter wollen damit erreichen, dass Banken dieses Geld in Form von Krediten an Unternehmen geben, anstatt es bei der EZB zu bunkern.

Damit soll die Wirtschaft im Euroraum angekurbelt werden. Doch viele Banken sind vorsichtig. Weil das gesamte Zinsniveau so niedrig ist, können sie auch für Kredite nur geringe Zinsen verlangen. Viele Geschäfte lohnen sich deshalb unter Abwägung der Risiken nicht. Deshalb bleibt die überschüssige Liquidität hoch, die bei der EZB landet.

Die Negativzinsen belasten zunehmend die Bilanzen der Banken. Sie sind auch ein Grund, weshalb viele europäische Institute im internationalen Vergleich so schwach da stehen – insbesondere die deutschen.

US-Banken erhalten Zinsen von der FED

Deutlich macht das der Vergleich mit den USA. Dort gibt es bei der Federal Reserve – wie normalerweise üblich – Zinsen auf Einlagen der Geschäftsbanken. Während Europas Kreditinstitute also Strafe zahlen, erzielen US-Banken jedes Jahr rund 40 Milliarden Euro an Gewinn durch die Zinszahlungen der Zentralbank – ein deutlicher Wettbewerbsnachteil für die europäischen Institute.

In der EZB wird nun diskutiert, den Banken mit einem gestaffelten System entgegenzukommen. Danach gäbe es bestimmte Freigrenzen für bei der EZB geparktes Kapital. Erst wenn diese ausgeschöpft sind, würde der Strafzins fällig.

Ein solches System wird zum Beispiel in der Schweiz und in Japan angewendet. Es bedeutet eine deutliche Entlastung der Banken. EZB-Präsident Mario Draghi machte vor kurzem deutlich, die Währungshüter würden über solche Änderungen nachdenken. Seitdem macht vor allem der deutsche Bankenverband Druck: Er drängt auf ein Ende der jetzigen Regelung.

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Harter Brexit wohl vorerst abgewendet – EU will Briten mehr Zeit geben

Von: Reuters.com

Ein harter Brexit am Freitag scheint vorerst vom Tisch.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs wollen den Briten auf ihrem Sondergipfel am Mittwoch mehr Zeit für einen geordneten EU-Austieg geben, wie aus einem Entwurf der Abschlusserklärung hervorgeht. Eine Bedingung für den Aufschub sei jedoch, dass Großbritannien an der Europawahl Ende Mai teilnehme, hieß es in dem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Sollten die Briten dem nicht zustimmen, werde der Brexit automatisch am 1. Juni vollzogen.

Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am Mittwochabend zu dem Sondergipfel zusammen. Die verbleibenden 27 EU-Mitglieder müssen einstimmig über das weitere Vorgehen entscheiden. Im Vorfeld reiste die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag nach Berlin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und anschließend nach Paris, wo sie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron traf. Bei beiden warb sie um eine Brexit-Verschiebung.

FRISTVERLÄNGERUNG BIS WANN?

Wieviel zusätzliche Zeit die EU den Briten kokret einräumen will, wird in dem Entwurf nicht klar. Im Text fanden sich noch Lücken, in die später ein Datum eingefügt werden sollte. EU-Ratspräsident Donald Tusk brachte einen Aufschub um bis zu ein Jahr ins Gespräch. Einige Mitgliedsstaaten wie unter anderem Frankreich haben aber bereits signalisiert, dass ihnen dies zu lang sei. Die EU will verhindern, dass die Briten bei einem Verbleib über die Europawahl hinaus EU-Institutionen unterminieren oder aktiv in zentrale Entscheidungen eingreifen.

May hat bei der EU beantragt, den Brexit auf den 30. Juni zu verschieben. Zugleich sagte sie zu, dass das Vereinigte Königreich die Vorbereitungen zur Europawahl vom 23. bis 26. Mai einleiten werde.

Eigentlich hat May sich mit der EU bereits auf die Brexit-Bedingungen geeinigt. Festgehalten ist dies in einem Austrittsvertrag. Das britische Parlament hat diesen allerdings bereits drei Mal abgelehnt. Der Deal stößt auf breiten Widerstand, auch bei Hardlinern in Mays eigener Partei. Seit vergangener Woche versucht die Premierministerin deshalb, mit Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn einen Kompromiss zu finden, damit sich im Parlament doch noch eine Mehrheit für eine Regelung findet, die einen geregelten Ausstieg ermöglicht.

Eine Möglichkeit wäre, dass Großbritannien in einer Zollunion mit der EU verbleiben würde. Labour setzt darauf, eine Vereinbarung zu erreichen, die vor allem Arbeitsplätze und die Wirtschaft schützt, wie der finanzpolitische Sprecher John McDonnell betonte. Auch werde diskutiert, ob man sich mit einem Referendum erneut an das Volk wenden solle. Justizminister David Gauke äußerte sich positiv zum bisherigen Verlauf der Gespräche mit Labour. Das Treffen am Dienstag sei konstruktiv verlaufen. Einem Regierungssprecher zufolge soll die Runde am Donnerstag nach dem EU-Sondergipfel fortgesetzt werden.

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News zu Aktien

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach zwei schwachen Tagen vor solidem Start

Von: dpa-AFX.de

Stabile Kurse sind zur Wochenmitte am deutschen Aktienmarkt zu erwarten. Nach zwei schwachen Tagen deutet der X-Dax (DAX) als vorbörslicher Dax-Indikator eine Stunde vor dem Handelsstart darauf hin, dass der deutsche Leitindex 0,16 Prozent höher bei 11 870 Punkten in den Handel startet. Das Eurozonen-Kursbarometer EuroStoxx 50 (Euro Stoxx 50) wird ebenfalls freundlich erwartet.

Nach der starken Vorwoche, die den Dax erstmals seit Oktober wieder über die 12 000 Punkte trieb, hat der Markt an den vergangenen beiden Tagen 160 Zähler verloren. Es sei „irgendwie absehbar“ gewesen, dass sich der jüngste steile Aufwärtstrend nicht so ohne weiteres fortsetzt, sagte Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank (DE:CBKG). Die Aufwärtsbewegung sei „zu dynamisch und von zu wenigen Marktteilnehmern getragen“ gewesen. Der Widerstand bei 12 000 Punkten habe schließlich für Verunsicherung gesorgt.

Im Mittelpunkt steht nun auf dem EU-Sondergipfel die Frage nach der verlängerten Brexit-Frist. Am Markt gibt es kaum noch Zweifel, dass der Termin für den britischen EU-Austritt noch einmal um etliche Monate verschoben wird. „Damit wäre ein harter Brexit zunächst vom Tisch“, sagte Christian Schmidt von der Helaba. Ansonsten steht der Zinsentscheid der EZB im Blick, die dieses Mal ausnahmsweise nicht wie sonst üblich am Donnerstag tagt.

Erste Impulse aussenden könnte außerdem die bevorstehende Berichtssaison mit den am Mittwoch erwarteten Ergebnissen von Delta Air Lines (112:DEL). Anlegern könnten diese erste Hinweise liefern, wie es für die Unternehmen im vergangenen Quartal lief. „Enttäuschungen sind nicht auszuschließen, so dass es nach den starken Kursgewinnen zu einer Verschnaufpause an den Aktienmärkten kommen könnte“, schrieb Analyst Markus Glockenmeier von der National-Bank.

Auf Unternehmensseite beginnt der Handelstag in Deutschland ruhig. Vorbörsliche Bewegung gibt es bei den Aktien der Shop Apotheke (4:SAEG), die wegen vermeldeter Kapitalmaßnahmen um 5 Prozent fallen. Der Online-Medikamentenhändler will sich frisches Geld mit einer etwa 50 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung besorgen und zusätzlich eine bestehende Wandelanleihe um rund 60 Millionen Euro aufstocken.

Ein weiterer vorbörslicher Verlierer ist die 4,5 Prozent schwächere Evotec (4:EVTG)-Aktie, in diesem Falle beeinträchtigt durch einen Analystenkommentar. Die Deutsche Bank (DE:DBKGn) empfiehlt die Papiere des Biotech-Unternehmen nach deren gutem Lauf nicht mehr zum Kauf. Zuletzt hatten die im MDax (MDAX) enthaltenen Aktien ein Hoch seit 18 Jahren erreicht.

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US-Aktionäre verklagen Boeing nach 737-MAX-Abstürzen

Von: Reuters.com

Nach dem Absturz von zwei Passagierflugzeugen des Typs 737 MAX haben Aktionäre vor einem US-Bundesgericht Klage gegen Boeing eingereicht. Sie warfen dem US-Konzern am Dienstag in Chicago vor, Sicherheitsmängel vertuscht zu haben. Boeing habe “Rentabilität und Wachstum vor der Sicherheit des Flugzeugs und Ehrlichkeit” gestellt, hieß es. Die 737 MAX sei im Konkurrenzkampf mit Airbus überhastet auf den Markt gebracht worden. Ein Boeing-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Nach dem Absturz einer Maschine der Ethiopian Airlines am 10. März war der Börsenwert des Konzerns innerhalb von zwei Wochen um 34 Milliarden Dollar gesunken.

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Kryptowährungen Nachrichten

China will keine Bitcoin-Miner

Von: Boerse.ard.de

Der chinesischen Staatsführung sind die Kryptowährungen seit langem ein Dorn im Auge. Ein geplantes Verbot für das „Schürfen“ der Kryptowährungen wird nun mit dem Ressourcenverbrauch begründet. In Wahrheit dürften die Verantwortlichen Kontrollverlust befürchten.

China will das Schürfen von Digitalwährungen wie Bitcoin untersagen. Ein von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission am Montag veröffentlichter Entwurf setzte das sogenannte Mining von Kryptowährungen auf die Liste von Aktivitäten, die eingestellt werden sollen. Begründung: Sie verstoßen gegen Gesetze und Vorschriften, sind unsicher, verschwenden Ressourcen oder verschmutzen die Umwelt.

Bis zum 7. Mai kann die Öffentlichkeit auf den Entwurf der Kommission reagieren. Ob, und wann dann ein echtes Verbot erlassen wird, ist unklar. Pikanterweise ist China der weltgrößte Hersteller von Spezialrechnern für das Schürfen von Bitcoin.

Aufsicht wird immer strenger

Der staatlichen Zeitung „Securities Times“ zufolge spiegelt der Kommissionsentwurf „die Haltung der Industriepolitik des Landes“ gegenüber der Kryptowährungsbranche wider. Diese wird seit 2017 genau beäugt. Damals fingen die Aufsichtsbehörden damit an, Anbieter zu verbieten und lokale Börsen für Digitalwährungen zu schließen.

Die Herstellung von Kryptowährungen verschlingt viel Energie. Der Prozess namens „Mining“ erfolgt zumeist auf Computern anhand der Bearbeitung komplizierter Rechenoperationen. Bei der ältesten Kryptowährung Bitcoin werden die Rechenprozesse im Zeitablauf immer komplexer, womit auch der Energieverbrauch steigt. Nach Schätzungen entspricht die auf ein Jahr hochgerechnete Bitcoin-Herstellung gegenwärtig in etwa dem jährlichen Energieverbrauch von Bangladesch oder Israel.

Markt zuckt kaum

Die Notierungen für Bitcoin & Co konnte das am Dienstag nicht beeindrucken. Ein Bitcoin kostet derzeit mit 5.185 Dollar nur knapp ein Prozent weniger als am Vortag. Ethereum hat sich um 1,5 Prozent auf 177 Dollar verbilligt. Angesichts der heftigen Schwankungen im Kryptomarkt ist dies ein alltäglicher Ausschlag. Der Preis für einen Bitcoin hatte vor rund einer Woche ruckartig wieder die Marke von 5.000 Dollar übersprungen.

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