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Marktüberblick 05-03

Marktüberblick 05-03

Forex und Devisen Nachrichten

Falken und Tauben – Entlang dieser Linien spaltet sich gerade die EZB

Von: Handelsblatt.com

Die Taube ist ein Friedenssymbol. Geopolitisch wäre daher nichts gegen ihre Herrschaft einzuwenden. Anders sieht es in der Geldpolitik aus: Dort sind sie deutlich umstrittener. Denn bei den Notenbankern gelten die Tauben als die Vertreter einer weichen Linie in der Geldpolitik, während der Ausdruck „Falken“ für diejenigen steht, die Befürworter einer harten Politik sind.

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist das Gewicht der beiden Positionen derzeit klar entschieden: Die Tauben haben in der Euro-Zentralbank momentan das Sagen. Aber sie begegnen damit gerade auch in Deutschland großer Skepsis.

Traditionell sind die Tauben für niedrige und die Falken für höhere Leitzinsen. Doch wenn am Donnerstag der EZB-Rat tagt, wird es in dieser Frage wenig Dissens geben. „Die Datenlage gibt den Tauben so eindeutig recht, dass die Falken dem nichts entgegensetzen können und wollen,“ sagt Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding. Angesichts der ausgeprägten Konjunkturschwäche sei es für eine Zinserhöhung „einfach viel zu früh“.

Seit Langem schon kleben die Zinsen der EZB an der Nulllinie. Der letztlich entscheidende Einlagenzins liegt sogar bei minus 0,4 Prozent. Und es ist absehbar, dass sich daran zumindest in diesem Jahr nichts ändern wird.

Wie weit geht das Mandat?

Es wäre aber ein Irrtum zu glauben, dass im EZB-Rat deshalb nur noch Harmonie herrscht. Die alten Trennlinien existieren weiterhin. Sie sind nur mitunter schwerer zu erkennen. Es bedarf daher einer Spurensuche, um überhaupt noch Tauben und Falken zu unterscheiden.

Stefan Bielmeier, Chefökonom der DZ Bank, hat sich dieser Aufgabe gewidmet und stützt sich bei seiner Einteilung auf Äußerungen der Notenbanker zu ganz verschiedenen Themen. Bundesbankpräsident Jens Weidmann zählt er beispielsweise zu den Falken. Er belegt das unter anderem mit dessen Warnung davor, die EZB mit Aufgaben zu überlasten, die sie von ihrem Mandat der Preisstabilität ablenkt.

François Villeroy de Galhau, den Chef der Banque de France, sieht er dagegen als Taube, weil dieser vor Kurzem noch den „Einsatz aller Instrumente“ der EZB gefordert hat. Bielmeier kommt so zu acht Tauben und fünf Falken, die restlichen zwölf gelten als „neutral“.

Zu den Tauben gehören die beiden geldpolitisch einflussreichsten Ratsmitglieder: EZB-Präsident Mario Draghi und Chefvolkswirt Peter Praet. Insgesamt besteht der Rat aus sechs Direktoren, einschließlich Draghi, und 19 nationalen Notenbankchefs.

Allein die Beispiele Weidmann und Villeroy de Galhau zeigen jedoch, dass die Einschätzung der Geldpolitiker heute sehr viel komplizierter ist als früher. „Die beiden Lager unterscheiden sich im Moment eher darin, wie sie die Rolle der EZB sehen“, sagt Frederik Ducrozet, Stratege von Pictet Wealth Management. Die Tauben seien offener, „neue Instrumente zu nutzen und die europäischen Institutionen weiterzuentwickeln“. Die Falken seien dagegen konservativer, „wenn es um den Einsatz ungewöhnlicher geldpolitischer Mittel und die Strukturen in Europa geht“.

Ähnlich äußert sich Michael Schubert, der EZB-Experte der Commerzbank. „Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Rolle der EZB“, sagt er. „Die Befürworter einer lockeren Geldpolitik legen diese sehr offensiv aus. Sie wollen die Währungsunion mit eigenen Vorschlägen vorantreiben. Dagegen sind die Vertreter eines strafferen Kurses zurückhaltender.“

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China mit Wachstumsziel von 6% bis 6,5%

Von: Investing.com

China plant sein BIP-Wachstum in einen Zielkorridor zwischen 6% und 6,5% abzusenken, sagte Ministerpräsident Li Keqiang in seinem jährlichen Arbeitsbericht, den er zu Beginn der jährlichen Versammlung des nationalen Volkskongresses am Dienstagmorgen vorstellte.

Das untere Ende des Wachstumszieles wäre das geringste Tempo beim Wirtschaftswachstum in fast drei Jahrzehnten, berichtet Bloomberg. Anders als in der Vergangenheit geben die Machthaber in Peking beim Wachstumsziel keine spezifische Zahl vor und verschaffen sich damit mehr Spielraum.

Die chinesische Regierung kündigte am Dienstagmorgen auch noch Steuersenkungen an, von denen vor allem eine Reduktion um 3 Prozentpunkte der Mehrwertsteuer fällt, die dem produzierenden Gewerbe unter die Arme greifen soll.

Wie Morgan Stanley (NYSE:MS) schätzt, könnte die Steuererleichterung sich auf 600 Mrd CNY (90 Mrd USD) oder 0,6% des BIPs belaufen, berichtete Bloomberg.

Andere Zielwerte für wirtschaftliche Kennzahlen in 2019, die Peking bekanntgab, waren 3% für die Verbraucherpreisinflation und ein Haushaltsdefizit von 2,8% des BIPs.

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News zu Aktien

Ex-Nissan-Chef Ghosn soll gegen Kaution freikommen

Von: Reuters.com

Nach mehr als drei Monaten Haft soll der Ex-Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, gegen Kaution auf freien Fuß kommen.

Ein Gericht in Tokio stimmte einem entsprechenden Antrag am Dienstag zu, wie Ghosns Anwalt erklärte. Dem Rundfunksender NHK zufolge könnte Ghosn noch im Tagesverlauf aus dem Gefängnis entlassen werden. Die Kaution sei auf eine Milliarde Yen (umgerechnet rund 7,9 Millionen Euro) festgesetzt worden. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo darf Ghosn aber Japan vorerst nicht verlassen. Ghosn sitzt seit November in Tokio in Haft. Ihm wird finanzielles Fehlverhalten beim Renault-Partner Nissan vorgeworfen. Auch soll er sein Einkommen nicht vorschriftsgemäß und vollständig angegeben haben. Ghosn bestreitet die Vorwürfe.
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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax zeigt Ermüdungserscheinungen

Von: dpa-AFX.de

Die Frühjahrs-Rally am deutschen Aktienmarkt droht zunächst zu erlahmen. Nach schwachen Vorgaben von der Wall Street und überwiegend auch aus Asien wird der Dax am Dienstagmorgen mit leichten Verlusten erwartet. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex (DAX) deutete knapp eine Stunde vor Handelsbeginn auf ein moderates Minus von 0,12 Prozent auf 11 579 Punkte hin. Für den EuroStoxx 50 (Euro Stoxx 50) wird hingegen noch ein kleines Plus erwartet.

Bereits am Vortag hatte der Dax Ermüdungserscheinungen gezeigt – selbst die Nachricht von „substanziellen Fortschritten“ im US-chinesischen Handelsstreit war kein Treiber mehr. Bis Handelsende ging es für das wichtigste deutsche Börsenbarometer am Rosenmontag moderat abwärts.

Am Dienstag verunsichern erneut Nachrichten aus China: Angesichts des Handelskrieges mit den USA und der hohen Verschuldung gab Regierungschef Li Keqiang zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses das niedrigste Wachstumsziel seit fast drei Jahrzehnten vor. Demnach soll die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr mit 6,0 bis 6,5 Prozent spürbar langsamer wachsen als bisher.

Der stotternde chinesische Wirtschaftsmotor ist immer wieder Anlass für Sorge bei den Investoren. In der vergangenen Woche hatten indes noch gute Daten aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt für mehr Zuversicht gesorgt. Doch das niedrige Wachstumsziel zeige eindrucksvoll, „wie kritisch es aktuell um die Weltwirtschaft bestellt ist“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein schwächeres Wachstum in China werde auch Europa und Amerika treffen.

Aus technischer Sicht seien Europas Aktienmärkte „überkauft“, so Altmann. Nach der imposanten Rally der vergangenen zwei Monate würde Kursrückschläge immer wahrscheinlicher. Während auf Konjunkturseite Einkaufsmanagerindizes aus wichtigen Volkswirtschaften der Eurozone Beachtung finden dürften, beschäftigt auf Unternehmensseite die Berichtssaison erneut die Anleger.

Für die größten Kursbewegungen im Dax sorgen jedoch vorbörslich mehrere Analystenstudien. Eine gestrichene Kaufempfehlung samt Kurszielsenkung durch die US-Bank JPMorgan (112:JPM) brachte die Papiere des Versorgers Eon (4:EONGn) unter Druck. Papiere des Stahlkonzerns Salzgitter (DE:SZGG) waren dagegen nach einer Heraufstufung auf „Kaufen“ durch Lampe stark gefragt.

Anleger des Spezialchemiekonzerns Evonik (4:EVKn) können sich unterdessen über einen Gewinnsprung im vergangenen Jahr freuen. Zudem hat das Unternehmen den Verkauf seines Methacrylat-Geschäfts zum Preis von 3 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Advent International unter Dach und Fach gebracht. Wegen des schwierigeren globalen Wirtschaftsumfelds und politischer Unsicherheiten blicken die Essener nun allerdings mit Vorsicht auf das neue Geschäftsjahr.

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Kryptowährungen Nachrichten

US-Bundesstaat Utah will Ausnahmeregelung für Blockchain-Firmen schaffen

Von: Cointelegraph.com

Mit Utah plant jetzt ein weiterer amerikanischer Bundesstaat, eine gesetzliche Ausnahmeregelung für Blockchain zu schaffen. Der dazugehörige Gesetzesentwurf soll am heutigen 4. März erstmals debattiert werden.

Der republikanische Senator Daniel Hemmert hatte das sogenannte „Blockchain-Technologie Gesetz“ am 25. Februar eingegeben. Der Entwurf sieht vor, dass Blockchain-Unternehmen von den gesetzlichen Bestimmungen für Zahlungsdienstleister ausgenommen werden. Dazu heißt es:

„Der hiesige Entwurf will die Terminologie der Blockchain-Technologie rechtlich definieren und gleichzeitig eine Ausnahme für Personen schaffen, die an Herstellung, Austausch oder Verkauf von Blockchain-Produkten beteiligt sind, wodurch diese nicht länger unter die Wirksamkeit des Gesetzes für Zahlungsdienstleister fallen.“

Derzeit wird der Antrag vom Komitee für Transportwesen, Öffentliche Dienstleistungen, Energie und Technologie geprüft.

Allerdings soll die geplante Ausnahme kein totaler Freibrief für Blockchain-Unternehmen sein, denn Senator Hemmert plant eine Blockchain-Sonderkommission, die unter Anderem entsprechende Pilotprojekte leiten soll, um daraus Handlungsempfehlungen für die Regierung abzuleiten. Dahingehend beschreibt der Entwurf:

„Noch vor dem 30. November 2019 soll die Sonderkommission einen Bericht anfertigen, der Untersuchungsergebnisse und Handlungsempfehlungen formuliert, darunter auch Vorschläge für die gesetzliche Regulierung.“

Falls der Gesetzesentwurf von Hemmert angenommen wird, würde Utah damit zu einem der progressivsten amerikanischen Bundesstaaten, was Blockchain angeht. Wyoming hatte sich gegenüber der Technologie zuletzt ähnlich offen gezeigt.

Die Bundesstaaten North Carolina und New York sind im Gegensatz dazu eher konservativ und haben strenge Auflagen, die Blockchain- und Krypto-Unternehmen erfüllen müssen, um eine entsprechende Zulassung zu erhalten, wie zum Beispiel die New Yorker BitLicense.

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